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DSL Zugang
Digital Subscriber Line, DSL, (deutsch: "Digitale Teilnehmeranschlussleitung") bezeichnet verschiedene Techniken für eine vergleichsweise breitbandige digitale Verbindung über ein Telefon-Zugangsnetz.

Die grundlegende Idee der DSL-Techniken besteht darin, dass die Übertragungskapazität der aus Kupferdoppeladern bestehenden Anschlussleitungen des Telefonnetzes mit der Sprachübertragung nur zu einem geringen Bruchteil ausgenutzt ist. Im analogen Telefonnetz werden maximal 3,6 kHz für die Übertragung der Sprache und 16 kHz für die Übertragung des Gebührenimpulses benötigt. Bei der ISDN UK0-Schnittstelle werden nur Übertragungsfrequenzen unterhalb von 130 kHz benötigt. Über die Doppelader lassen sich aber auch Frequenzen bis zu 1 MHz und höher übertragen. Diese höheren Frequenzen können mit fortgeschrittenen Leitungscodes und Modulationsverfahren benutzt werden und so zusätzliche Bandbreite für digitale Datenübertragung zur Verfügung stellen. Hierbei ist wichtig, dass das zusätzlich zu übertragende hochfrequente Signal die bestehenden Übertragungsverfahren auf der Anschlussleitung nicht stört und durch Frequenzweichen, sogenannte Splitter, am Telefonanschluss von den niederfrequenten Signalen wieder getrennt werden kann.

In der Folge wurden eine Reihe solcher Verfahren der Übertragungstechnik entwickelt. Um zu verhindern, dass durch Nebensprechen benachbarte Doppeladern in einem Kabelbaum von einer DSL-Übertragung beeinträchtigt werden, werden in der Regel nicht alle Doppeladern eines Kabelbaums mit DSL-Abschlüssen beschaltet.

In Deutschland wurde die Bezeichnung DSL als Synonym für einen breitbandigen Internetzugang (meist über ADSL) bekannt, so dass auch in der Folge andere breitbandige Internetzugänge (zum Beispiel über Satellit) als »DSL« vermarktet werden. Die DSL-Techniken wurden jedoch auch für andere Anwendungen als den Internetzugang konzipiert.

Nach einer Bitkom-Studie vom Anfang Februar 2003 gibt es 3,2 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland. Zum Ende des Geschäftsjahres 2003 meldete die Deutsche Telekom eine Steigerung der DSL-Anschlüsse auf 4 Millionen, was einer Steigerung von 40% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Die DSL-Anschlüsse werden sich laut Studie bis 2005 von heute 3,2 auf 6,3 Mio. praktisch verdoppeln. Deutschland liege damit deutlich vor den USA weltweit in der Spitzengruppe. Führend bei DSL sind Südkorea und Dänemark.

Laut Angaben der Telekom-Festnetztochter T-Com ist vier Jahre nach Beginn der Vermarktung am 23.09.04 der fünfmillionste DSL-Anschluss in Betrieb genommen worden. Bis 2007 will die Telekom die DSL-Anschlüsse auf zehn Millionen verdoppeln.

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